Muskelkater

02.12.2012 08:00

Ein Muskelkater ist etwas, was jeder Sportler kennen dürfte. Viele Menschen haben weniger oder auch mehr häufig mit ihm zu kämpfen. Natürlich stellt sich hier die Frage, wie man sich damit verhält und was es damit auf sich hat. Wird die Muskulatur stark belastet, dann setzt im Anschluss ein Schmerz ein, der als Muskelkater bezeichnet wird. Der Schmerz tritt allerdings nicht sofort, sondern etwas versetzt ein. In der Regel wird der Muskelkater nach der Überlastung von den Muskeln nach einigen Stunden wahrgenommen.

Die Entstehung von dem Muskelkater

MuskelkaterZu früherer Zeit gingen die Menschen bei einem Muskelkater davon aus, dass der Muskel durch Milchsäure übersäuert wurde. In der Zwischenzeit wurde dies widerlegt, denn mit einer Halbwertzeit von zwanzig Minuten hatte sich der Laktatwert wieder nach kürzerer Zeit normalisiert und dabei setzte der Muskelkater allerdings erst nach einigen Stunden ein. Außerdem gibt es Sportarten, die mehr Laktat bilden wie andere Sportarten. Bei Sportarten, wo weniger Laktat verursacht wurde, tritt Muskelkater stärker auf und somit besteht also kein Zusammenhang. Heutzutage geht man vielmehr davon aus, dass es bei dem Muskelkater zu Rissen in der Muskulatur kommt, welche sich durch eine Überbeanspruchung bilden. In den sogenannten Z-Scheiben entstehen die kleinen Risse, wenn die Muskeln belastet werden. Bei den Rissen kommt es dann im Anschluss zu Entzündungen und Wasser dringt in die Reise ein, wodurch diese anschwellen. Es kommt somit zu einem Dehnungsschmerz und dieser wird als Muskelkater bezeichnet.

Das Training mit einem Muskelkater

Durchaus ist es prinzipiell möglich, dass ein Training auch mit einem vorhandenen Muskelkater fortgesetzt wird. Wichtig bei dem Training ist dann allerdings, dass die Trainingsintensität an einem Muskelkater angepasst wird. Diese Anpassung bedeutet, dass keine maximalen Belastungen stattfinden, damit es zur Verhinderung von stärkeren Schädigungen der Muskulatur kommt. Festzuhalten ist an dieser Stelle auch, dass ein Training mit dem Muskelkater nicht so effektiv ist, wie wenn der Muskel sich wieder vollständig regeneriert hat.

Was hilft bei einem Muskelkater?

Noch zu früherer Zeit sind die Menschen davon ausgegangen, dass die Muskeln, die von dem Muskelkater betroffen sind, wieder in gleichem Maße trainiert werden sollen. Dies war nach damaliger Ansicht gut, damit bei dem Laktatspiegel wieder ein normales Maß erreicht wurde. Nachdem es bei einem Muskelkater allerdings keine Beeinflussung durch den Laktatspiegel gibt, gibt es bei einem erneuten Training keinen Erfolg. Wird sogar noch mit einer hohen Intensität gearbeitet, dann wirkt sich dies am Ende sogar noch negativ aus. Vernachlässigungswürdig und ohne Effekt sind nach wissenschaftlichen Erkenntnissen auch Massagen und Dehnübungen bei dem Muskelkater. Wer eine schnelle Heilung erzielen möchte und die Schmerzen lindern möchte, der hat dafür einige Möglichkeiten. Diese Möglichkeiten sind beispielsweise ein Saunabesuch, ein warmes Bad oder eine Wärmebehandlung.

Einem Muskelkater vorbeugen

Wer einem Muskelkater vorbeugen möchte, dem kann nach heutigen Erkenntnissen gesagt werden, dass Dehnungsübungen und Aufwärmen nicht helfen. Nur das angemessene Training scheint wirklich effektiv zu sein. Bei dem Training sollten die Sportler auf die zu starke Belastung verzichten und es sollte regelmäßig Sport getrieben werden. Im Vergleich zu untrainierten Menschen gibt es bei den trainierten Menschen weniger häufig und stark einen Muskelkater. Wichtig ist auch, dass die Trainingsintensität nur angemessen langsam erhöht wird

Bild: © fotogestoeber - Fotolia.com


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