Laktose

21.02.2012 23:03

In der heutigen Zeit leidet bei den Menschen ein nicht unerheblicher Teil an einer Laktoseintoleranz. Laut einer Schätzung sind bei der deutschen Bevölkerung rund zehn Prozent betroffen. In anderen Ländern wie beispielsweise Afrika und China sind es ungefähr neunzig Prozent bei den Erwachsenen. Auf Milchprodukte und auf Milch muss je nach Schweregrad der Allergie verzichtet werden. Milchzucker ( Laktose ) aus der Nahrung kann bei Laktoseintoleranz nicht richtig verdaut werden. Dies liegt bei der Laktoseinteroleranz an der verminderten beziehungsweise fehlenden Produktion von Laktase, wobei es sich um ein Verdauungsenzym handelt. Laktase ist ein Enzym, das sich bei dem Dünndarm in der Schleimhaut befindet. Es sorgt dafür, dass der Milchzucker gespaltet wird. Dabei wird dieser in die Zuckerarten Glukose und Galaktose gespalten, welche für den Menschen verwertbar sind. Während der Stillzeit bilden sämtliche Säugetiere dieses wichtige Enzym.

Lactose

Wenn ein Mensch eine Unverträglichkeit gegen Laktose hat, dann beschwert er sich häufig über Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen. Der Grund dafür ist, dass ungespaltener Milchzucker, wegen der reduzierten Produktion von Laktase, in den Dickdarm gelangt. Die Darmbakterien nehmen den Milchzucker auf und er wird vergoren. Dies kann dann zu den genannten Beschwerden führen. Wer also die Beschwerden reduzieren möchte, der sollte bei der Ernährung auf laktosefrei und laktosearm achten. Die laktosearme Ernährung bedeutet maximal acht bis zehn Gramm Laktose pro Tag. Die laktosefreie Ernährung bedeutet sogar maximal ein Gramm Laktose pro Tag.

Haben Menschen eine Allergie gegen Laktose, dann können proteinreiche Milchprodukte nicht empfohlen werden. Denn an dieser Stelle muss klar sein, dass hier unterschiedliche Mengen an Milchzucker enthalten sind. Natürlich ist eine Allergie gegen Laktose nicht unbedingt vorteilhaft, denn Milchprodukte und Milch sind für den Menschen die wichtigsten Kalziumquellen. Bei einem Menschen liegt der Bedarf an Kalzium bei 500 bis 1200 Milligramm pro Tag. Wird Kalzium über die Ernährung nur unzureichend aufgenommen, dann kann dies zu der Krankheit Osteoporose führen. Ohne Milchprodukte und ohne Milch ist es wirklich nicht leicht, dass die Kalziumversorgung ausreichend ist. Dafür werden bei den Lebensmitteln Kenntnisse und eine sorgfältige Auswahl erfordert.

In der heutigen Zeit müssen Menschen mit einer Unverträglichkeit von Laktose nicht mehr Milchprodukte und Milch verzichten. Viele verzehren heutzutage einen pflanzlichen Soja Shake, denn dieser ist frei von Milcheiweiß und Milchzucker. Im Vergleich zu den Milchprodukten handelt es sich dabei um eine hervorragende Alternative. Von kalziumreichen Sojaprodukten können Personen mit einem Mangel an Kalzium und der Kuhmilcheiweißallergie profitieren. Auch Kinder in der Wachstumsphase können sehr davon profitieren. Außerdem gibt es das Produkt Extreme Whey Deluxe, wo das Enzym Laktase enthalten ist. Bei der Verdauung von Milchzucker kann der Organismus dadurch unterstützt werden. Auch Whey Protein bietet sich an, weil der Milchzuckeranteil hier nur sehr gering ist.

Viele Menschen haben gegenüber Milchprotein eine Unverträglichkeit und können deshalb den Bedarf an Aminosäuren und Eiweiß nicht decken. An dieser Stelle gibt es laktosefreies Eiweiß und laktosereduziertes Eiweiß. Im Vergleich zu einem Milchprotein-Shake sind diese wirklich eine hervorragende Alternative. Es kann allerdings nicht genau gesagt werden, welches Eiweiß geeignet ist, denn dies hängt von dem Schweregrad der Laktoseintoleranz ab. Es ist immer davon abhängig, ob Laktase in einer sogenannten Restfunktion vorhanden ist, oder ob es vielleicht ganz fehlt. Wer gegen Milcheiweiß nicht eine ganz schlimme Unverträglichkeit hat, der greift in der Regel zu Whey Protein Isolat. Wer allerdings überhaupt keine Laktose verträgt, der sollte für die Versorgung von Eiweiß Eiprotein oder Sojaprotein wählen.

Bei wem also Laktase als Enzym komplett fehlt, der sollte zu Produkten aus Eiprotein und Sojaprotein greifen, welche mit laktosefrei gekennzeichnet sind. Falls noch die Restfunktion vorhanden ist, dann können Produkte aus hochwertigem Whey Protein Isolat eingenommen werden. Dabei besteht der wichtige Vorteil, dass es beinahe ganz laktosefrei ist. Der Anteil an Laktose liegt dabei in der Regel unterhalb von einem Prozent. Enthalten Produkte dann noch zusätzlich Laktase als Verdauungsenzym, dann kann die Verträglichkeit nochmals gebessert werden.

Wie bereits erwähnt ist Eiprotein ein Produkt, womit dem Nachteil einer Unverträglichkeit bei Laktose aus dem Weg gegangen wird. Diese Produkte sind frei von Laktose und haben zudem eine hohe biologische Wertigkeit. Ein weiterer Vorteil ist der Gehalt an schwefelhaltigen Aminosäuren, denn bei der menschlichen Hormonproduktion nehmen diese eine wichtige Rolle ein. Liegt durch die Ernährung beiden schwefelhaltigen Aminosäuren also ein Mangel vor, dann kann das Eiprotein einen zusätzlichen Schub an Leistung liefern. Nachdem das Protein auch ohne Kohlehydrateanteile auskommt, findet unter der Haut keine Wasserspeicherung statt. Einziger Nachteil ist der Geschmack zu anderen Proteinprodukten, denn dieser ist eher bitter.

Soja-Protein ist auch ein sehr gut verträgliches Proteinkonzentrat. Es ist auch für Veganer und Vegetarier geeignet, weil es rein pflanzlich ist. Im Vergleich zu tierischen Eiweißen ist es außerdem günstiger und die biologische Wertigkeit ist relativ hoch. Es gibt einen hohen Anteil an L-Glutamin und diese Aminosäure ist für den Aufbau von Muskeln besonders wichtig. Dank der pflanzlichen Herkunft ist es Menschen mit einer Laktoseintoleranz sehr geeignet, weil es frei von Laktose ist.

Bild: © Lucky Dragon - Fotolia.com


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