Biologische Wertigkeit

Bei den einzelnen Proteinen unterscheidet sich die Qualität immer von den vorhandenen Aminosäuren und der Herkunft. Wer die Proteine vergleichen möchte, wird oftmals auf den biologischen Wert achten. Diese Wertigkeit gibt an, wie gut die Umwandlung von dem Eiweiß in körpereigenes Protein funktioniert. Als willkürlicher Referenzwert wurde das Vollei mit 100 festgelegt. Die Wertigkeit kann über 100 liegen und damit kann der Körper ein Nahrungsprotein besser wie das Eiprotein verarbeiten. Bei zwei Produkten kann die biologische Wertigkeit auch durch eine Kombination erhöht werden. Die Aminosäurenzusammensetzung kann beispielweise aufgewertet und ergänzt werden, wenn pflanzliche und tierische Proteine kombiniert werden.
Das Eiweißpulver für einen Shake

Eiweißpulver gehört zu den beliebtesten Sportnahrungen, denn alle Sportler haben einen höheren Bedarf an Eiweiß. Wer ein Eiweißpulver wählt, sollte die biologische Wertigkeit nicht außer Acht lassen. Es muss umso weniger Protein zugeführt werden, umso höher die biologische Wertigkeit ist. Bei dem Eiweiß sind die Aminosäuren die Bestandteile und bei einer Eiweißquelle richtet sich die biologische Wertigkeit nach der Bilanz von der Aminosäure. Das Eiweiß wird umso besser verwertet, je ähnlicher sich das körpereigene Eiweiß und diese Bilanz sind. Für Menschen mit Laktoseintoleranz oder für Vegetarier gibt es das Sojaeiweiß. Wird Eiweiß aus Soja gewonnen, so hat es eine pflanzliche Basis. Die biologische Wertigkeit von Sojaeiweiß ist allerdings relativ gering. Isoleuzin, Leuzin und Valin kommen als essentielle Aminosäuren nur in niedrigen Mengen vor. Dennoch hat Soja-Protein einen hohen Eiweißanteil, einen hohen L-Glutamin-Anteil, bietet eine leichte Verdaulichkeit und eine sehr gute Löslichkeit. Noch niedriger liegt die biologische Wertigkeit von Casein (Milcheiweiß). Besonders beliebt ist das Whey-Protein (Molkeeiweiß). Der Körper kann dieses Eiweiß bestens verwerten, denn die biologische Wertigkeit liegt mit 104 sogar über dem Wert des Volleis. Whey-Protein wird vielen Sportlern empfohlen, doch durch den Milchzucker sollten Menschen mit Laktoseintoleranz vorsichtig sein. Hierfür gibt es allerdings eine Lösung, denn es gibt auch filtrierte Varianten von Whey Protein. Im Anschluss an die Filtrierung liegt der Gehalt an Fett und Milchzucker bei einem Minimum. Eine sehr hohe biologische Wertigkeit ist bei Mehrkomponentenproteinen vorhanden und damit kann der Körper längere Zeit mit Eiweiß versorgt werden.

Welches ist das beste Eiweiß?

Die Frage nach dem besten Eiweiß kann leider nicht beantwortet werden. Es gibt allerdings ein paar Theorien, welche die Auswahl vielleicht etwas erleichtern. Gemessen an der biologischen Wertigkeit haben tierische Eiweißquellen wie Eiprotein eine höhere Wertigkeit wie die pflanzlichen Proteinquellen wie Weizen- oder Sojaprotein. Werden nun tierische und pflanzliche Proteinquellen kombiniert, so entstehen Mehrkomponentenproteine mit einer sehr hohen biologischen Wertigkeit. 136 ist die maximale biologische Wertigkeit und dies ist die Kombination aus Eiprotein und Kartoffelprotein. Bei einem einzelnen Protein liegt der maximale Wert bei 104 und dies ist Whey-Protein. Als sehr hochwertiges Eiweiß gilt besonders das ionenausgetauschte bzw. mikrofiltrierte Molkenprotein. Das Herstellungsverfahren ist sehr schonend und damit sind Milchzucker- und Fettanteil sehr gering. Whey-Protein ist generell besonders reich an BCAAs. Besonders beliebt ist Extreme Whey Deluxe von Body Attack, denn es ist sehr leicht löslich und es kann mit Fruchtsaft, Milch oder Wasser angerührt werden. Casein hat eine biologische Wertigkeit von 71 bis 74 und dies ist deutlich niedriger wie Whey-Protein. Casein ist beispielsweise von Weider Protein 80 plus der Hauptbestandteil und die meisten Sportler verwenden dieses Produkt vor dem Schlafen. Beliebt ist Casein durch den hohen Anteil an L-Glutamin und weil es von der Konsistenz her eher dickflüssig und cremig ist. Die Aminosäurebilanzen können sich sehr gut ergänzen, wenn Casein und Whey kombiniert werden. Aus mehreren Proteinquellen wie z.B. Sojaprotein, Eiprotein, Milchprotein, Wheyprotein und Casein besteht meist ein Mehrkomponenten-Eiweiß. In der Regel bestehen die Produkte aus drei oder vier Eiweißquellen. Das Ironmaxx Protein 90 stellt dazu eine Ausnahme da und besteht aus unglaublichen 9 Eiweißquellen. Mehrkomponenten Eiweiße werden auch als All-Round-Eiweiße bezeichnet, denn diese können sowohl vor dem Schlafen, nach dem Training, wie auch vor dem Training oder am Morgen verwendet werden.