Bandscheibenvorfall und Sport

06.01.2013 19:00

Bei Rückenproblemen handelt es sich um ein Leiden, das weit verbreitet ist und wo nicht nur ältere Menschen betroffen sind. Oftmals handelt es sich gleich um einen Bandscheibenvorfall, häufig ist es jedoch auch nur eine muskuläre Verspannung. Die Symptome für einen Bandscheibenvorfall können Empfindungsstörungen wie Kribbeln oder Ameisenlaufen in den Beinen oder auch Rückenschmerzen sein, die über das Gesäß, über die Kniekehle bis in die Beine ausstrahlen, oder auch sehr schmerzhaft im Oberkörperbereich und den Armen auftretten. Bei einem Bandscheibenschaden gibt es klassische Symptome und dazu gehört, dBandscheibeass ein Patient einen Schmerz in der Lendenwirbelsäule verspürt, wenn er im Liegen das gestreckte Bein anhebt. Durch eine dauerhafte Fehlbelastung der Wirbelsäule können Bandscheibenvorfälle entstehen und dies beispielsweise durch das falsche Tragen von Lasten oder Personen. Besonders Menschen aus Pflegeberufen sind oft von Bandscheibenvorfällen betroffen, da sie Tag für Tag Patienten tragen und heben müssen. Zwar gibt es für die Pflegetätigkeit Hilfsmittel zur Erleichterung, doch meist sind diese zeitaufwendig und kompliziert. Aus diesem Grund verlassen sich viele Pfleger auf die eigenen körperlichen Kräfte und heben die Patienten selbst.

Die Stärkung des Rückens

Eine starke Rückenmuskulatur ist unter anderem für die Gesundheit des Rückens wichtig. Die Entstehung von einem Bandscheibenvorfall wird durch eine schwächere Rückenmuskulatur gefördert. Mit Hilfe von Sport kann der Rücken gestärkt werden und es gibt für den Muskelaufbau gezielte Übungen. Spezielle Programme für Rückenerkrankte bieten viele Fitnessstudios an, es gibt auch aber viele Krankengymnastikpraxen. Im Rahmen von Vorsorgeprogrammen können sogenannte Rückenschulungen zum Teil auch durch Krankenkassen gefördert werden. Die anteilige Kostenübernahme kann bei einer Krankenkasse beantragt werden und so müssen Patienten die Kosten nicht alleine tragen.

Die Behandlung

Nicht jeder Bandscheibenvorfall muss mit einer Operation behandelt werden, denn die Beschwerden können auch durch spezielle Reha-Programme oder mit spezieller Gymnastik gebessert werden. Ein Bandscheibenvorfall wird allerdings dann operiert, wenn der Spinalkanal eingeengt ist oder es eine Kompression der Nervenwurzeln gibt. Eine Operation ist auch dann notwendig, wenn es Störungen der Blasen- und Darmfunktion gibt und wenn es Symptome wie Lähmungserscheinungen gibt. Leider kann es auch nach einer Operation an den Bandscheiben zu weiteren Beschwerden kommen, weil es immerhin eine gewisse Narbenbildung gibt. Die Operationsentscheidung sollte gut überlegt werden und nicht leichtfertig getroffen werden.

Was geschieht bei dem Bandscheibenvorfall?

Jeden Tag leisten die Bandscheiben schwere Arbeit. Ein Bandscheibenvorfall ist dann langwierig und sehr schmerzhaft. Wer den Bandscheiben etwas Gutes tun möchte, der sollte den richtigen Sport wählen. Zwischen den einzelnen Wirbeln ist die Bandscheibe eine Art Puffer, womit die Bewegungen abgefangen werden. Belastungsbedingt oder altersbedingt ist die Bandscheibe bei dem Bandscheibenvorfall verschlissen. Für einen Bandscheibenvorfall sind oft Fehlbelastungen der Wirbelsäule und chronischer Bewegungsmangel verantwortlich. Besonders schädlich ist es, wenn oft in gebeugter Haltung gearbeitet wird oder man lange am Arbeitsplatz sitzt. In der Regel beginnt es mit Rückenschmerzen und Nackenverspannungen durch die Haltung. Zu einem Bandscheibenvorfall kann es auch durch zu viel Sport kommen, wobei der Sport während eines Bandscheibenvorfalls gut ist.

Sport bei einem Bandscheibenvorfall

Bei dem Bandscheibenvorfall ist die Rekonvaleszenz oftmals sehr lang und hier wird oft die Frage gestellt, ob Sport getrieben werden kann. Viele Experten sind sich darüber einig, dass Sport gut ist. Allerdings muss hier gesagt werden, dass nicht alle Sportarten geeignet sind. Wer die Rückenmuskulatur nach einem Bandscheibenvorfall etwas stärken möchte, der kann dies durch Schwimmen erreichen. Hier ist es dann ideal, wenn auf dem Rücken geschwommen wird. Wer wieder fit werden möchte, kann auch sehr gut Nordic Walking betreiben. Wer gerne wandert oder spazieren geht, der sollte darauf auch nicht verzichten. Hier heißt es allerdings auch, nicht zu lange und nicht zu oft. Das Selbe kann zu dem Skilanglauf gesagt werden, denn auch dieser ist nach einem Bandscheibenvorfall sehr geeignet.

Weshalb ist Sport gut?

Durch die körperliche Bewegung wird die Körperhaltung verbessert, die Bandscheiben werden gekräftigt und auch die Rückenmuskulatur wird gekräftigt. Bei den Muskeln können schmerzhafte Verspannungen durch Bewegung gelockert werden, die Bandscheiben werden entlastet und Rückenproblemen und einem Verschleiß wird effektiv entgegengewirkt. Das Bewegungstraining sollte erfolgreich verlaufen und die Bewegung sollte für die Wirbelsäule schonen sein. Die Wirbelsäule sollte nicht durch eine Überdehnung oder durch eine Stauchung belastet werden.

Was sollte gemieden werden?

Falls Sportarten schweres Heben, Drehungen oder ruckartige Bewegungen erfordern, dann sollten diese nur sehr vorsichtig und langsam wieder aufgenommen werden. Vorab kann empfohlen werden, dass die Beweglichkeit wiederhergestellt wird und dass die Rumpf- und Rückenmuskulatur gestärkt wird. Ein Trainingsplan sollte für Ausdauersportarten wie Radfahren oder Joggen aufgestellt werden, damit dem Rücken erlaubt wird, sich langsam wieder an eine Belastung zu gewöhnen. Für die Sportler gilt, dass diese auf die Schmerzgrenze achten sollten. Es hängt immer von der individuellen Diagnose ab, welche Sportarten wieder möglich sind. Im besten Fall wird das Training mit einem Physiotherapeuten oder dem Arzt abgesprochen.

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