Ein Jeder kennt die Filmszene von Rocky. Fünf rohe Eier auf nüchternen Magen. Eiweiß pur für den Organismus und für die Muskeln. Unser Körper besteht nicht nur zu 75% aus Wasseranteilen sondern auch aus den lebenswichtigen Fetten und Eiweißen. Letztere sind eher als Hormone oder Proteine namentlich bekannt. Doch Fakt ist ohne Proteine wären wir nicht lebensfähig.
Das Protein hat als kleinsten Bestandteil die Aminosäuren. Diese wiederum gibt es in verschiedenen Bezeichnungen, 22 an der Zahl. Doch diese kleinen Einheiten sind für den ganzen Organismus verantwortlich. Sie regeln das Wachstum, Herzschlag, Atmung und weitere lebenswichtige Funktionen.
Warum trank Rocky nun immer seine rohen Eier?
Um mit dem zugesetzten Protein seine Muskeln wachsen zu lassen. Das funktioniert jedoch nur durch simultan gezielte sportliche Übungen oder durch schwere körperliche Arbeit. Unser Körper ist in der Lage eigenes Protein zu produzieren, das reicht jedoch nicht aus, um den kompletten Bedarf an Protein zu decken. So muss das fehlende Protein durch die Nahrung aufgenommen werden. Essentielles Protein genannt. Da bekanntlich nicht jedes Nahrungsmittel dafür geeignet ist, werden die Lebensmittel nach der biologischen Wertigkeit eingestuft. Als Referenzwert zählt das Vollei, das einer biologischen Wertigkeit von 100 beziehungsweise 1 = 100% entspricht. Der Gehalt an Protein in Kartoffeln, Fleisch und Thunfisch ist beinahe so hochwertig wie das Vollei. Das Molkenprotein (Whey) hingegen übertrifft das Vollei um einige Punkte. Damit nimmt die Gruppe der Molkereiprodukte eine gehobene Stellung bei den essentiellen Proteinen ein.
Das größte Protein unseres Körpers ist das Muskelprotein "Titin", das fast ausschliesslich auf die essentiellen Proteine angewiesen ist. Im Normfall wird der tägliche Bedarf von dem Protein durch die Nahrung gedeckt. Wer sich jedoch dafür entscheidet seinen Körper gezielt muskulös aufzubauen, benötigt eine größere Menge an Protein und somit eine gesteigerte Zuführung von Aminosäuren mit der Nahrung. In der Anfangsphase des sportlichen Muskelaufbaus reicht schon das Essen von Mahlzeiten mit Fleisch und Kartoffeln um den Bedarf am Protein zu gewährleisten. Später besteht aber ein erhöhter Bedarf an Titin Proteinen.
Doch da Sie nicht so viel Essen können, wie Ihr Körper die Aminosäuren für die Produktion von dem Protein bräuchte, müssen Sie nach anderen Lösungen suchen. Doch als erstes erwachen Sie am nächsten Morgen mit einem kräftigen Muskelkater, da die beanspruchten Muskeln übersäuert sind.
Um dem etwas Vorzubeugen empfiehlt sich das Trinken von Molkereiprodukten. Oder speziell angefertigten Whey Protein Isolaten.
Das Whey Protein ist in den letzten 20 Jahren wohl zu dem bekanntesten Milchprotein geworden. Es entsteht bei der Herstellung von Käse. Das Whey Protein wird aus der flüssigen Molke extrahiert und konzentriert. Der Eiweißgehalt im Whey Protein kann in verschieden starken Konzentrationen angezeigt werden. Die gängigsten Prozente sind 35, 50 und 80.
Whey Protein mit einem Eiweissgehalt von 80% wird nahezu ausschliesslich für Proteinkonzentrate benutzt. Das Whey Protein Isolat hingegen hat einen Eiweissgehalt von 90-95% und einen Fettanteil von unter 1%. Das Whey Protein verfügt über viele Proteinkomponenten, die wiederum Funktionen wie die Stärkung der Immunabwehr oder die Calciumeinschleusung in die Zellen mit sich bringen.
Das Whey Protein verfügt über eine biologische Wertigkeit von 104. In Form des Isolats sogar 146. Das Whey Protein schafft es somit den täglichen Bedarf an essentiellen Aminosäuren problemlos zu decken.
Für den Sportler bringt das Whey Protein den Vorteil eines besonders hohen Anteils an verzweigtkettigen Aminosäuren (branched chain amino acids(BCAA)). Fehlen diese einem Sportler erleidet er schneller an Müdigkeit und Erschöpfung. Ein Shake mit Whey Protein zwei Stunden vor Trainingsbeginn oder nach dem Training füllt die Speicher in den Muskelzellen auf und bewahrt so vor totalen Erschöpfungszuständen.
Whey Protein ist dazu sehr gut verdaulich und wird sogar in Babyfertignahrung eingearbeitet. Damit erübrigt sich die Frage nach der Verträglichkeit von Whey Proteinen. Whey Protein kann auch während der Schwangerschaft sorglos verzehrt werden, da das Alpha-Lactalbumin (zweithäufigste Komponente) im Whey Protein enthalten ist. Diese Komponente macht auch den größten Anteil der Muttermilch aus.
Falls Sie jedoch eine Laktoseintoleranz haben, trotzdem aber nicht auf einen starken Bizeps verzichten möchten, empfiehlt sich das Whey Protein Isolat. Das Whey Protein Isolat enthält mit weit unter 1% Laktose deutlich weniger Laktose als das Whey Protein Konzentrat und ist daher für laktoseintolerante Sportler oder andere Personengruppen besser geeignet.
Das Whey Protein ist jedoch eher für den aktiven Menschen geeignet als für die jenigen, die sich einer Diät verschrieben haben, um Fit zu werden. Whey Protein hat keinen Sättigungseffekt, da es im Körper zu schnell verarbeitet wird. Whey ist jedoch ein guter diätischer Zusatz, da die entstandenen Energien in die Muskelzellen umgeleitet werden, und diese bekanntlich Fett verbrennen. Für eine ausreichende diätische Kost wäre ein Mehrkomponentprotein mit Whey angezeigt.
Nichts desto trotz bleibt Whey ein hoch qualitatives Milchprodukt, dass sich in mehr Bereichen als dem Sport heimisch fühlt.